16. November 2015

Brennholz einlagern / Windengestell

Der gefährlichste Teil mit dem Brennholz ist bei mir nicht die Gewinnung im Wald, sondern die letzen paar Meter in den Keller, denn da geht's echt steil runter.


Die Kiste muss da hinab. Ich habe die Steigung nicht gemessen, schätze diese aber auf 35%. Mit dem Hubwagen war das immer sehr abenteuerlich: Die Holzpalette mit Gefühl auf das Gefälle bringen und wenn die 400-500kg Holz ein Eigenleben aufgrund der Schwerkraft entwickeln sollte der Hubwagen gesenkt werden, so dass die Palette aufsitzt und gebremst wird. Das wiederholt sich, bis man unten angelangt ist. Nicht ganz ungefährlich die Angelegenheit.
Ich wollte den Zustand entschärfen und habe das Problem mit einer Elektrowinde gelöst:

Da sich die Kellerabfahrt in unserer Hauseinfahrt/Garage befindet, darf die Winde nicht im Weg sein. Daher kam für mich nur eine "mobile Winde" in Frage.
Damit keine Übersetzung (Flaschenzug) notwendig ist kaufte ich mir eine Winde mit 300kg Hebevermögen ohne Umlenkrolle. Ich hab diese im Internet um knapp 130€ gekauft, 2 Wochen später hatte ein Discounter die gleiche Winde unter 100€ im Angebot...so ist das Leben.

Herstellen der Bodenplatten

Ich überlegte sehr lange, wie ich die das Gestell im Boden verankern kann, ohne dass sich die Verankerung störend im Alltag auswirkt. Zu dieser Lösung bin ich gekommen:


Aus 4mm Flachstahl habe ich zwei Platten ausgeschnitten, in welche ich mittig und an jeder Ecke Löcher gebohrt habe.
BTW: Die Makita HP2071 ist die perfekte Maschine für dem Bohrständer. Dank ihrer Konstantelektronik können auch große Löcher mit langsamer Drehzahl gebohrt werden. Ölen nicht vergessen!
Am mittigen Loch (Durchmesser 13mm) habe ich anschließend eine Mutter (M12) angeschweißt.
Vorher sollte aber die Mutter abgeschliffen werden, da sich die Zinkschicht nur schwer schweißen lässt.











Um ein verrutschen der Mutter beim Schweißen zu verhindern, habe ich diese mit einer Schraube fixiert.

Montage am Boden

Nach dem lackieren (Korrosionsschutz) werden die Platten am Boden verschraubt. Damit nichts übersteht, sollte man etwa 1cm vom Beton abstemmen, so dass das Flacheisen im Beton versenkt werden kann.





















Eine M12 Schraube reißt bei etwa 4 bis 5tonnen, ein 10mm SX Dübel von Fischer trägt 120kg mal 8 ergibt 960kg. Damit sollten die maximal 500kg der Holzkiste kein Problem sein.

Das Windengestell

Für das Windengestell habe ich ein Formrohr mit 30x30x3mm verbaut, welches ich noch vom ehemaligen Windfang rumliegen hatte. Dies hat ebenfalls die notwendige Stabilität.

Zusägen mit der Bandsäge:

Wenn alles zugesägt ist, werden die Teile zusammengeheftet. Endgültig verschweißt wird es erst zum Schluss. Warum man das so macht, wurde bereits in diesem Post erklärt.













Ein Winkelspanner leistet hier wertvolle Dienste. Wenn alles fest verschweißt ist, kann die Winde montiert werden.


Am Boden montiert (mit Winde):
Genaueres dazu weiter unten.

Modifikationen am Hubwagen

Ursprünglich wollte ich an jeder Holzkiste eine Öse montieren an der der Haken der Winde eingehakt werden kann. Mein Vater brachte mich jedoch auf die Idee eine Öse an den Hubwagen zu schrauben, was ich dann auch gemacht habe:





Abschließend werde ich das Gestell noch lackieren, so dass Rost keine Chance hat.

Hier das Ergebnis:

Schraubenhalter 

Vor dem lackieren habe ich jedoch noch das Schweißgerät eingeschalten und Gimmicks hinzugefügt. Damit ich die Schrauben nicht verliere, wurden M16 Muttern ans Gestell geschweißt, in denen die ebenfalls modifizierten Schrauben "parken"




Die Montage Des Windengestells am Boden

Zuerst müssen die Schrauben, die die Verschraubung vor Schmutz schützen herausgeschraubt werden.
Anschließend wird die Vorrichtung über die Schraublöcher gestellt.
Decken sich die Löcher, kann das Gestell am Boden mittels der Schrauben am Boden fixiert werden.










Fertig
Jetzt müsste nur noch die Winde montiert werden.


Test

Damit Ihr euch unter dem Resultat auch was vorstellen könnt habe ich mein erstes Video für diesen Blog gemacht:






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